Deutschlands rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner erhalten eine deutliche Steigerung ihrer Bezüge: In diesem Jahr werden die Renten im Westen um 3,2 Prozent und im Osten um 3,4 Prozent steigen, wie Bundessozialminister Hubertus Heil (SPD) mitteilte.

Der aktuelle Rentenwert Ost erreiche damit 95,8 Prozent des aktuellen Rentenwerts West, sagte Heil. Bisher lag der Wert bei 95,7 Prozent. Auf dem Weg zu gleichen Rentenhöhen werde so ein weiterer Schritt gemacht. "Bis spätestens zur Rentenanpassung 2024 wird der aktuelle Rentenwert (Ost) auf 100 Prozent des Westwerts ansteigen."

Im vergangenen Jahr war die Rentenerhöhung vor allem in Westdeutschland moderater ausgefallen. Zum 1. Juli 2017 waren die Bezüge um 1,9 Prozent im Westen und um 3,6 Prozent im Osten gestiegen. 2016 hatte es ein Plus von 4,25 Prozent im Westen und 5,95 Prozent im Osten gegeben – das war die höchste Anhebung seit mehr als 20 Jahren. Ursache dafür waren allerdings Einmaleffekte durch eine Umstellung der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung.

Die Rentenerhöhung orientiert sich vor allem an der Lohnentwicklung.