Die Nachricht kam für die Mitarbeiter des Magazins Neon überraschend: Am 18. Juni erscheint die letzte Ausgabe des Monatsheftes, dann wird es eingestellt, erfuhren sie am Mittwoch. Das gab Chefredakteurin Ruth Fend auf der Neon-Internetseite bekannt. Die Onlineausgabe solle vorerst weiter erscheinen. Für die gedruckte Neon jedoch sei "die wirtschaftliche Perspektive nicht mehr vorhanden", teilte Ruth Fend auf der Magazinhomepage mit.

Laut dem Mediendienst Horizont sind von der Schließung 20 Mitarbeiter betroffen. Auch betriebsbedingte Kündigungen würde man beim Verlag Gruner + Jahr nicht ausschließen. Seit 2011 geht die Neon-Auflage nach unten: 2009 wurden noch mehr als 235.000 Exemplare verkauft, zuletzt waren es noch rund 60.000. Ein Hinweis auf ein mögliches Ende der Druckausgabe gab es im Februar dieses Jahres, als der Verlag mitteilte, man wolle Neon online "zum erfolgreichsten Portal für Millennials" machen. Ein paar Monate später schließt die Druckausgabe nun.

Die Zielgruppe von Neon waren 20- bis 30-jährige Städter, vor allem Studentinnen und Studenten. "Denjenigen, die sich verabschiedet haben, sind nicht genügend Jüngere gefolgt", schrieb Chefredakteurin Ruth Fend nun im Abschiedstext. Und: "Die heute 20-Jährigen haben neue Lebensbegleiter gefunden, im Zeitschriftenregal, aber auch im Netz."