In der gelben Tonne landet viel zu oft Müll, der dort gar nicht hingehört: Die Quote der sogenannten Fehlwürfe liege zwischen 40 und 60 Prozent, wie der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (BVSE) mitteilte. Weniger Fehlwürfe gibt es demnach bei Papiermüll und Alttextilabfällen. Hier lägen die Quoten zwischen einem und zehn Prozent.

Bei den sogenannten Fehlwürfen unterscheidet die BVSE zwischen regulären und intelligenten: Landet etwa die Verpackung mit leicht verschimmeltem Quark oder Gartenabfall mitsamt Plastiksack in der Biotonne, spricht er von einem "regulären Fehlwurf".

Wer zum Beispiel eine Plastikklobürste in die gelbe Tonne stopft, hat zwar nachgedacht, aber falsch entschieden. Denn die gelbe Tonne oder der gelbe Sack sind ausschließlich für Verpackungsmüll bestimmt. Das nennt der Verband einen "intelligenten Fehlwurf".

Große Probleme bekommen die Verwertungsfirmen, wenn beispielsweise eine Windel im Verpackungsmüll landet. Dieser gilt dann als kontaminiert und darf nicht mehr recycelt werden.

Gerade anonymere Großstädte haben Probleme mit Fehlwürfen bei Bio- und Verpackungsabfällen. Der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) vermutet dahinter zum Teil fehlende Aufklärung über das Trennsystem in einigen sozialen Milieus. Laut einem VKU-Sprecher könnte auch die zunehmende Migration ein Grund für mangelnde Trennbereitschaft sein: Das deutsche System sei für Ausländerinnen und Ausländer schwer zu verstehen und müsse besser erklärt werden.

Hier finden Sie eine Übersicht, was in die gelben Sack oder die gelbe Tonne darf (pdf).