Die argentinische Regierung hat den Internationalen Währungsfond (IWF) um finanzielle Unterstützung gebeten. Damit reagiert sie auf die rapide Abwertung des argentinischen Pesos. Argentiniens Präsident Mauricio Macri sagte, dass man "Gespräche über Finanzhilfen mit dem IWF" begonnen habe. "Wir gehen den einzigen möglichen Weg, um dem Stillstand zu entkommen und eine große Wirtschaftskrise zu verhindern, die uns allen schaden würde", sagte Macri. 

Steigende Zinsen in den USA hatten zuletzt dazu geführt, dass Anleger ihr Geld aus Schwellenländern abzogen und in den USA investierten. Gerade Argentinien ist von dem Kapitalabzug betroffen. Der Peso verlor in der vergangenen Woche acht Prozent an Wert gegenüber dem US-Dollar. 

Die argentinische Notenbank versucht, die Abwertung des Pesos abzudämpfen und hatte den Leitzins für einwöchiges Zentralbankgeld auf 40 Prozent erhöht. Es war bereits die dritte Zinsanhebung innerhalb weniger Tage. Zudem kündigte Finanzminister Nicolás Dujovne Haushaltskürzungen in Höhe von 3,2 Milliarden Dollar an.