Der Bund hat laut einem Medienbericht im vergangenen Jahr rund 20,8 Milliarden Euro für die Bekämpfung von Fluchtursachen und die Versorgung der Flüchtlinge in Deutschland ausgegeben. Das zeige die jährliche Auflistung des Finanzministeriums über die Asyl- und Integrationskosten, berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf den ihm vorliegenden Entwurf. Das Kabinett will den Bericht voraussichtlich am 30. Mai verabschieden.

14,2 Milliarden Euro wurden demnach vom Entwicklungs- und dem Außenministerium für die Bekämpfung von Fluchtursachen ausgegeben. Der zweite große Ausgabenposten ist mit 6,6 Milliarden Euro die Hilfe des Bundes für die Länder und Kommunen bei den Flüchtlings- und Integrationskosten – darunter sind beispielsweise Unterkunftskosten, der Ausbau der Kinderbetreuung und der soziale Wohnungsbau.

Die Summe an Unterstützungsleistungen für die Länder könnte sich dem Bericht zufolge noch erhöhen, weil sie bisher erst eine pauschale Abschlagszahlung des Bundes pro Asylbewerber enthält, die Detailabrechnung aber noch aussteht. Bei der letzten Detailabrechnung habe der Bund nachzahlen müssen. Forderungen der Länderfinanzminister nach umfangreicherer Hilfe lehne Finanzminister Olaf Scholz (SPD) in seinem Bericht aber ab, schreibt die Zeitung.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version stand irrtümlicherweise, dass der Bund 21 bzw. 20,8 Milliarden Euro für die Versorgung der Flüchtlinge in Deutschland ausgegeben habe. Wir haben den Text entsprechend präzisiert.