Von den seit 2015 aus Kriegs- und Krisenländern nach Deutschland gekommenen Flüchtlingen hat jeder vierte inzwischen Arbeit gefunden. Dies ergeben Zahlen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), über die die Rheinische Post berichtet. Demnach ist zudem rund jeder Fünfte aus der Gruppe der Kriegs- und Krisenflüchtlingen sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

"Wenn sich der Beschäftigungszuwachs so fortsetzt, hat nach fünf Jahren die Hälfte der Zuwanderer eine Arbeit", sagte Herbert Brücker, Leiter des IAB-Forschungsbereichs Migration, der Zeitung. Nach seinen Schätzungen dürften bis Jahresende monatlich 8.500 bis 10.000 weitere Flüchtlinge einen Job finden. 

Laut einer Auswertung der Bundesagentur für Arbeit, über die die Zeitung berichtet, schafften es Pakistani am häufigsten, eine Anstellung in Deutschland zu finden. Demnach hatten im Februar 2018 etwa 40 Prozent der pakistanischen Zuwanderer eine Arbeit gehabt. Auch bei Migranten aus Nigeria und dem Iran sei die Quote hoch. Von den Flüchtlingen aus Syrien, die die meisten Asylanträge stellten, habe es jeder Fünfte auf den Arbeitsmarkt geschafft.

Allein 2015 waren rund 890.000 Migranten weitgehend unkontrolliert nach Deutschland gekommen. 2016 sank die Zahl der Asylbewerber auf etwa 280.000, im vergangenen Jahr waren es nur noch knapp 187.000.