Der US-Arbeitsmarkt erholt sich weiter. Die Arbeitslosenquote sank im April auf 3,9 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Das ist die niedrigste Quote seit Ende 2000. Im März lag sie noch bei 4,1 Prozent. Analysten hatten mit einem Rückgang im April gerechnet, allerdings nur auf 4,0 Prozent.

Allerdings wurden im vergangenen Monat in den USA weniger Stellen geschaffen als erwartet. Im Arbeitsmarktbericht meldete die Regierung für April 164.000 neue Jobs, Expertinnen und Experten hatten mit 192.000 gerechnet. Den etwas niedriger ausgefallenen Stellenzuwachs erklären Analysten mit der schwächeren Konjunktur im ersten Quartal. In den ersten drei Monaten 2018 war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 2,3 Prozent gewachsen – im Schlussquartal 2017 waren es noch 2,9 Prozent.

Dennoch erwarten Marktbeobachterinnen und Marktbeobachter eine weitere Entspannung auf dem Arbeitsmarkt. "Das Wachstum dürfte im zweiten Quartal wieder deutlich anziehen. Das wiederum sollte für mehr neue Jobs sorgen", sagte etwa Marco Bargel von der Postbank. Zudem hat sich die Lage auf dem US-Arbeitsmarkt seit der schweren Wirtschaftskrise 2008/2009 erheblich verbessert. Damals stieg die Arbeitslosenquote auf fast zehn Prozent. Mittlerweile sprechen viele Ökonominnen und Ökonomen schon von Vollbeschäftigung.

Auch die US-Notenbank Fed hatte sich zuletzt bei ihrer Zinsentscheidung am Mittwoch positiv zur Lage auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt geäußert. Sie erwartet in den kommenden Monaten weiterhin eine stabile Entwicklung. Analystinnen und Analysten erwarten, dass die Fed im Juni erneut die Zinsen anhebt, nachdem sie zuletzt am 21. März den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf die neue Spanne von 1,5 bis 1,75 Prozent erhöht hatte.