Die Lebenshaltungskosten in Deutschland liegen über dem Durchschnitt der 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Zahlen dazu legte das Statistische Bundesamt vor. Demnach lag das Preisniveau für private Konsumausgaben im Jahr 2017 in Deutschland fünf Prozent über dem durchschnittlichen Wert in der EU.

Allerdings zeigen die Zahlen auch: In den meisten direkten Nachbarstaaten Deutschlands ist das Leben noch teurer. Das mit Abstand teuerste Land der EU ist Dänemark, dort liegt das Preisniveau 41,5 Prozent über dem EU-Schnitt. Auf den nachfolgenden Plätzen liegen Luxemburg, Schweden, Irland und Finnland mit Mehrausgaben zwischen 27 und 22 Prozent. In Polen und Tschechien sind die Lebenshaltungskosten den Angaben des Statistischen Bundesamtes zufolge niedriger als in Deutschland. Am wenigsten innerhalb der EU müssten Verbraucher für Waren und Dienstleistungen in Bulgarien zahlen. Dort liegen die Lebenshaltungskosten nur bei rund 50 Prozent des Durchschnitts. 

Zur Ermittlung der Lebenshaltungskosten wird das Preisniveau von Verbrauchsgütern und Dienstleistungen betrachtet. Das Statistische Bundesamt hat für die Erhebung nach eigenen Angaben Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat verwendet. Die Zahlen zeigten: "Mithin unterschieden sich die Preisniveaus für Verbrauchsgüter und Dienstleistungen in der EU zwischen dem günstigsten und dem teuersten Mitgliedstaat fast um das Dreifache."

In einigen Ländern, die nicht Mitglied der EU sind, liegen die Lebenshaltungskosten allerdings noch höher: In Island übersteigt das Preisniveau den EU-Schnitt um 66 Prozent, in der Schweiz ist es ein Plus von 59 Prozent.