Die Ökonomen des Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung haben ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland gesenkt. In diesem Jahr wird die deutsche Wirtschaft den Einschätzungen nach um 1,9 Prozent wachsen. Vor drei Monaten hatte das DIW noch ein Wachstum von 2,4 Prozent prognostiziert.

Für 2019 erwartet das DIW eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukts um 1,7 Prozent, vor drei Monaten hatte es noch 1,9 Prozent vorhergesagt. Trotz der leicht gedämpften Konjunktur sei die deutsche Wirtschaft den Ökonomen zufolge aber weiter in guter Verfassung. Der private Konsum bleibe eine wichtige Stütze. Zudem werde die Arbeitslosigkeit laut der Prognose weiter zurückgehen, auf eine Quote von 5,2 Prozent in diesem und 4,9 Prozent im nächsten Jahr.

Die Wissenschaftler begründeten die Veränderung des Werts mit einem "unerwartet schwachen Jahresauftakt". Ein weiter Grund dafür sind, nach Einschätzung der Experten, die diversen "hohen Risiken" in der internationalen Wirtschaft: So könnte beispielsweise der Handelskonflikt mit den USA weiter eskalieren und sich die Schuldenkrise in Italien verschärfen.

Die Probleme mit den USA und Italien führten laut DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner zu sinkenden Investitionen der deutschen Unternehmen und geringeren Exporten. Vor allem im Handelskonflikt mit den USA habe "Deutschland als exportstarke Wirtschaft sehr viel zu verlieren".