Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat eine positive Zwischenbilanz zur Integration von Flüchtlingen auf dem deutschen Arbeitsmarkt gezogen. Demnach haben mittlerweile mehr als 300.000 Menschen aus den acht Hauptasylländern einen Job gefunden, 88.000 mehr als im Vorjahr. "Das läuft alles ganz gut", sagte BA-Vorstandschef Detlef Scheele.

238.000 der Geflüchteten mit Job seien sozialversicherungspflichtig beschäftigt, hieß es. Die Erwartungen der BA seien leicht übertroffen worden, sagte Scheele. Im Juli waren 482.000 Flüchtlinge bei der BA arbeitssuchend gemeldet. Darin enthalten sind auch Menschen, die aktuell einen Integrations- und Sprachkurs absolvieren. Arbeitslos gemeldet waren 187.000 Flüchtlinge. Die Zahl ist seit Monaten relativ konstant. 

Besonders junge Menschen sind den Angaben zufolge inzwischen recht gut integriert. Knapp 28.000 junge Flüchtlinge haben laut BA eine Lehre angefangen. "Wir haben immer gesagt, dass die, die als Kinder und Jugendliche eingereist sind, bessere Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt haben", sagte Scheele. Seit Anfang Oktober 2017 hätten sich rund 35.000 Ausbildungsplatzbewerber bei der BA gemeldet.  

Der entscheidende Faktor bei der Integration von Flüchtlingen auf dem Arbeitsmarkt bleibt der Spracherwerb. Es sei unrealistisch, zu glauben, man könne in knapp einem Jahr so gut Deutsch lernen, dass es immer für die Berufsschule reiche, sagte BA-Chef Scheele. Mit den Förderprogrammen sei die BA trotzdem relativ zufrieden, dennoch könne noch mehr gemacht werden.