Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwägt, Argentinien vorzeitig milliardenschwere Finanzhilfen bereitzustellen. Der argentinische Präsident Maricio Macri hatte IWF-Chefin Christine Lagarde darum gebeten, nachdem der argentinische Peso um 8,2 Prozent auf einen historischen Tiefstand gesunken war. "Ich habe unsere Bereitschaft betont, die Regierung bei der Entwicklung ihrer überarbeiteten politischen Pläne zu unterstützen", sagte Lagarde nach dem Telefongespräch mit Macri.

Argentiniens Landeswährung Peso hat seit Jahresbeginn stark an Wert verloren. Anfang Juni vereinbarte das hoch verschuldete Land mit dem IWF deshalb einen Kredit in Höhe von 50 Milliarden Dollar. Im Gegenzug soll das Land in den kommenden Jahren sein Haushaltsdefizit deutlich schneller abbauen. Der Peso steht wegen der hohen Inflationsrate und der schwachen Wirtschaftsentwicklung unter Druck.

"In der vergangenen Woche konnten wir an den Märkten einen neuerlichen Vertrauensverlust beobachten, insbesondere über unsere Finanzierungsmöglichkeiten für 2019", sagte der argentinische Präsident. Das Vorziehen der IWF-Hilfen ziele darauf ab, die Unsicherheiten zu beseitigen.