Wegen der anhaltenden Dürre fordern die Landwirte in Deutschland hohe Entschädigungen von der Politik. Laut Informationen des Spiegel lehnt das Bundesfinanzministerium diese jedoch ab. 

Keinesfalls würden die staatlichen Hilfen die etwa von Bauernverbandspräsident Joachim Rukwied geforderte Größenordnung von mehr als einer Milliarde Euro erreichen, zitiert das Nachrichtenmagazin aus dem Ministerium. "Wir werden weit unter dieser Summe bleiben." Die wegen der Dürre schwächere Ernte führe im Gegenzug zu höheren Preisen für landwirtschaftliche Produkte, sodass der Markt einen Teil der Verluste kompensieren werde.  

Die Bundesregierung wird sich den Angaben zufolge an der Größenordnung orientieren, die 2003 bei der letzten Stützungsaktion des Staates wegen Dürreschäden für die Landwirtschaft ausgezahlt wurde. Damals hatten Bund und Länder zu gleichen Teilen insgesamt 72 Millionen Euro bereitgestellt. Eine genaue Summe für die neuen Hilfen kann erst berechnet werden, wenn die Erntebilanz feststeht. Diese soll in der nächsten Woche vorgelegt werden.