Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland war im September so niedrig wie seit 27 Jahren nicht mehr. Laut Statistiken der Bundesagentur für Arbeit sank sie im Vergleich zum Vormonat um 94.000 auf 2,25 Millionen Menschen. Die Arbeitslosenquote lag damit bei fünf Prozent.

Grund für den Beschäftigungsanstieg ist laut Detlef Scheele, dem Chef des Arbeitsagentur, der Beginn des neuen Schul- und Ausbildungsjahres. Viele Betriebe stellten derzeit ein, sagte Scheele. "Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung setzt ihren Wachstumskurs fort und die Arbeitskräftenachfrage der Unternehmen hat wieder angezogen." Aber auch saisonbereinigt sei die Zahl der Arbeitslosen gesunken.

Den Angaben zufolge sank auch die Unterbeschäftigung um 235.000 auf 3,17 Millionen Menschen. In dieser Gruppe werden auch Personen erfasst, die aktuell beispielsweise an einer Weiterbildung teilnehmen.

Gleichzeitig waren bei der Bundesagentur für Arbeit im September etwa 834.000 offene Stellen gemeldet – 61.000 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland bezifferte das Statistische Bundesamt für den Monat mit 45,01 Millionen Menschen. Damit gingen 31.000 Personen mehr einer Arbeit nach als noch im August – und 565.000 mehr als im Vorjahr.