Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern sind nach wie vor groß: Mehr als zwei Drittel aller Mütter, die arbeiten gehen, haben einen Teilzeitjob – aber nur sechs Prozent der Väter mit minderjährigen Kindern. Eine entscheidende Rolle dabei spiele die Familienform, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. In einer Partnerschaft lebende Mütter waren im vergangenen Jahr zu 71 Prozent teilzeitbeschäftigt, bei alleinerziehenden Müttern waren es 58 Prozent. Im Schnitt betrug die Quote 69 Prozent.

Im Jahr 2017 gab es dabei weiterhin große Unterschiede zwischen West und Ost. In den ostdeutschen Bundesländern waren nur 49 Prozent der Mütter in Teilzeit beschäftigt, egal ob in einer Partnerschaft oder alleinerziehend. In den westdeutschen Ländern waren es 74 Prozent. Väter in Ost (acht Prozent) und West (sechs Prozent) unterschieden sich hingegen kaum, was die Teilzeitquoten betrifft.

Die Ergebnisse basieren auf dem Mikrozensus, für den jährlich ein Prozent der Haushalte befragt wird. Die Teilzeitquoten werden für Menschen im Alter von 15 bis 64 Jahren betrachtet. Mütter und Väter in Mutterschutz beziehungsweise Elternzeit werden in der Statistik zu den Nichterwerbstätigen gezählt.