Die Bundesregierung folgt in ihrer Konjunktureinschätzung den führenden Wirtschaftsforschungsinstituten und senkt ihre Wachstumsprognose deutlich. Nach Informationen von Spiegel und Handelsblatt korrigiert sie ihre Erwartungen von 2,3 auf 1,8 Prozent in diesem Jahr. Für das kommende Jahr prognostiziere sie ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 2,0 Prozent (bislang 2,1).

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) wird die Herbstprognose der Regierung am Donnerstag offiziell vorstellen, muss sich aber noch mit dem Finanzministerium absprechen. Wachstumstreiber ist laut Bundeswirtschaftsministerium vor allem die Binnennachfrage, wie der Spiegel berichtet. Steuereinnahmen und Beschäftigung legten weiter zu. An Stärke verliere das Wachstum, weil auch der Zuwachs der Weltwirtschaft nachlasse. Laut Handelsblatt korrigiert die Regierung die Prognose zudem allein um 0,2 Prozentpunkte nach unten, weil eine statistische Revision für das Jahr 2017 nötig gewesen sei.

Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute hatten Ende September ihre Prognose für dieses Jahr von 2,2 auf 1,7 Prozent und für kommendes Jahr von 2,0 auf 1,9 Prozent abgesenkt. Sie nannten als Gründe die wachsende internationale Unsicherheit und die schwierige Suche nach Arbeitskräften in Deutschland.

Die Frühjahrs- und Herbstprojektionen der Bundesregierung bilden die Grundlage für die Schätzungen des Steueraufkommens. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen orientieren sich beim Aufstellen ihrer Haushalte an den projizierten Eckwerten.