Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland ist auf einen neuen Rekordwert gestiegen. Im September waren knapp über 45 Millionen Menschen erwerbstätig, wie das Statistische Bundesamt mitteilte – so viele wie noch nie seit der Wiedervereinigung.

Im Vergleich zum September 2017 nahm die Zahl der Erwerbstätigen um 1,3 Prozent oder 557.000 Menschen zu. Erwerbslos waren im September rund 1,4 Millionen Menschen, das sind 124.000 weniger als ein Jahr zuvor.

Verglichen mit August 2018 stieg die Zahl der Erwerbstätigen nach vorläufigen Ergebnissen um 216.000 Menschen oder 0,5 Prozent an. Das entspreche in etwa dem durchschnittlichen Zuwachs gegenüber dem Vormonat der letzten fünf Jahre, teilte das Bundesamt mit.

Die gute Konjunktur sorgt bereits seit einigen Jahren für einen Rückgang bei der Arbeitslosigkeit und zugleich für deutlich mehr Beschäftigung. Die Bundesregierung geht davon aus, dass die Zahl der Erwerbstätigen im Jahresschnitt 2019 auf 45,3 Millionen steigen wird. Damit wären im Schnitt eine Million mehr Menschen in Deutschland erwerbstätig als 2017.

Zahl der Arbeitslosen im Oktober auf Tiefstwert

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist unterdessen weiter gesunken. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte, waren im Oktober in Deutschland 2,2 Millionen Menschen arbeitslos. Das seien 53.000 weniger gewesen als im September und 185.000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Punkte auf 4,9 Prozent zurück. Die Quote fiel damit erstmals seit der Wiedervereinigung unter fünf Prozent. Unter Herausrechnung der jahreszeitlichen Einflüsse ging die Erwerbslosenzahl im Vergleich zum Vormonat um 11.000 zurück.