Die chinesische Regierung will den Import von Feststoffabfällen aus anderen Ländern weiter begrenzen. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf mehrere Regierungsbehörden. Demnach werde die Liste der vom Importstopp betroffenen Produkte ab dem 31. Dezember nicht länger 24 Kategorien umfassen, sondern 32. Künftig seien von dem Importstopp auch Produkte wie Hardware, Schiffe, Autoteile, Holz und Edelstahlschrott betroffen.

China hatte schon vor einem Jahr weitreichende Importstopps für Müll verhängt. Insgesamt 24 verschiedene Recyclingmaterialien dürfen seit dem 1. Januar 2018 nicht mehr nach China exportiert werden – darunter Plastikabfall, Altpapier, alte CDs und alte Textilien. Mit den Maßnahmen will die chinesische Regierung unter anderem Konsequenzen für die chinesische Umwelt verhindern. 

Neben den Beschränkungen für Müllimporte gelten deshalb mittlerweile auch strengere Bedingungen für die exportierten Abfälle, die Chinas Grenze passieren und von den dortigen Unternehmen aufgekauft werden. So legte China im vergangenen Jahr eine Verunreinigungsgrenze für Produkte wie Karton und Metall in Höhe von 0,5 Prozent fest. 

Staatsmedien berichteten außerdem, dass China die Importe von Feststoffmüll bis Ende 2019 weitgehend aussetzen möchte. Ausnahmen sollten nur für Rohstoffe gelten, die anders nicht ersetzt werden können. 

China importiert seit den Achtzigerjahren Müll aus anderen Ländern und gehört weltweit zu den größten Importeuren. Laut einer Studie, die im Journal Science Advances veröffentlicht wurde, landeten seit 1992 rund 72 Prozent des weltweiten Plastikmülls in China und Hongkong. 

Seit den strengeren Auflagen ist der Anteil der weltweiten Müllexporte nach China bereits erheblich gesunken. Müll exportierende Länder wie Deutschland werden dazu gezwungen, nach Alternativen zu suchen. Zu den größten Exporteuren von unsortiertem Plastikmüll gehören die USA und Japan. Die EU-Mitgliedsstaaten exportieren insgesamt 87 Prozent aller Plastikabfälle nach China.