Preise für Flüge innerhalb der EU dürfen nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs nicht in jeder beliebigen Währung angegeben werden. Sie müssen aber nicht zwingend in Euro genannt sein. Airlines, die die Preise nicht in Euro ausweisen, müssten aber zumindest eine Währung wählen, die mit dem angebotenen Flug objektiv in Verbindung stehe, urteilten die Luxemburger Richter (Rechtssache C-330/17). 

Dies treffe vor allem auf jene Währungen zu, die am Start- oder Zielort gesetzliches Zahlungsmittel sind. Neben dem Euro, den 19 Staaten als Währung haben, gibt es in der Gemeinschaft neun weitere Währungen.

Hintergrund der Entscheidung ist ein Fall aus Deutschland, bei dem die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg gegen die deutsche Billigairline Germanwings geklagt hatte. Germanwings hatte im September 2014 den Preis für einen Flug von London nach Stuttgart auf seiner Homepage ausschließlich in britischen Pfund angegeben. Ein Kunde, der den Flug gebucht hatte, beschwerte sich daraufhin bei der Verbraucherzentrale.

Diese sah in dem Umstand, dass der Preis nicht in der in Deutschland gängigen Währung Euro angegeben war, unlauteres Verhalten und klagte. Weil das Pfund im Abflugort Großbritannien aber gesetzliches Zahlungsmittel ist, sehen die Luxemburger Richter darin keinen Verstoß gegen EU-Recht.