Bundesbildungsministerin Anja Karliczek will Studenten, die die Ausbildungsförderung Bafög erhalten, besser unterstützen. Wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf ein Eckpunktepapier des von der CDU-Politikerin geführten Ministeriums berichtet, soll der Bafög-Höchstsatz steigen, und zwar von derzeit 735 Euro auf rund 850 Euro im Monat.

Daneben, so heißt es in dem Bericht, soll auch der monatliche Wohnkostenzuschuss von 250 Euro auf 325 Euro angehoben werden. "Die Wohnkosten steigen, gerade in den Hochschulstädten", heißt es zur Begründung. Damit mehr Schüler und Studenten Bafög-Zahlungen bekommen können, will Karliczek  die Freibeträge erhöhen – die Einkommensfreibeträge um neun Prozent, die Vermögensfreibeträge um einen bislang unbekannten Prozentsatz.

Karliczek sagte den Funke-Zeitungen, mit der geplanten Reform erhöhe sich das Bafög in den kommenden zwei Jahren deutlich. "Wir packen Probleme an, die die Studierenden am meisten drücken: die vielerorts proportional gestiegenen Mieten und zu geringe Freibeträge, die viele vom Bafög ausschließen."

Dem Bericht zufolge soll Karliczeks Gesetzentwurf im Frühjahr vom Kabinett beschlossen werden. Im Herbst nächsten Jahres soll die Reform dann in Kraft treten.