Die USA, Mexiko und Kanada haben ihr neues Handelsabkommen USMCA unterzeichnet. Vor Beginn des G20-Gipfels in Buenos Aires setzten die Vertragspartner ihre Unterschriften unter die Neuauflage des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (Nafta). US-Präsident Donald Trump hatte das seit 1994 bestehende Nafta-Abkommen aufgekündigt und die beiden Nachbarstaaten zu Neuverhandlungen gedrängt. Die Abkürzung USMCA steht für United States Mexico Canada Agreement.

In Buenos Aires sagte Trump, das neue Abkommen werde dazu beitragen, dass keine Autojobs mehr ins Ausland abwanderten und stattdessen bereits abgewanderte zurückgeholt würden. Er sprach von einer "Modellvereinbarung, die die Handelslandschaft für immer verändert".

Das neue Abkommen ist jedoch noch nicht endgültig ratifiziert: Es muss noch vom US-amerikanischen Kongress beschlossen werden. Trump sagte, "eine Menge Haken und ein bisschen Missbrauch" seien aus dem Regelwerk entfernt worden. An Trudeau gewandt fügte er hinzu: "Es war eine Schlacht." Aber manchmal werde man über einen harten Kampf zu "guten Freunden". 

Anfang Oktober hatten sich die drei Länder auf USMCA geeinigt. Laut Vereinbarung sollen 2,6 Millionen Autos von Zöllen ausgenommen werden. Die von den USA erhobenen Abgaben auf Stahl und Aluminium bleiben aber zunächst in Kraft. Bei Milch- und Molkereiprodukten kam Kanada den USA entgegen und gewährte einen deutlich besseren Zugang zum kanadischen Milchmarkt.