US-Präsident Donald Trump hat im Handelsstreit mit China trotz der jüngsten Annäherung mit "erheblichen Zöllen" gedroht. Er werde chinesische Einfuhrgüter mit Abgaben belegen, sollte es nicht zu einem effektiven Handelsabkommen mit der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft kommen, teilte Trump auf Twitter mit. "Wir werden entweder einen echten Deal mit China haben oder überhaupt keinen Deal." Er gehe aber davon aus, dass letztlich ein Abkommen geschlossen werde.

Die Regierung in Peking teilte mit, die USA und China würden in den kommenden 90 Tagen ihre Bemühungen verstärken. Sie sei zuversichtlich, dass ein Abkommen umgesetzt werden könne. Die chinesische Seite werde so bald wie möglich ihre Zusagen umsetzen.

"China wird mit der Umsetzung bestimmter Punkte beginnen, bei denen ein Konsens erreicht wurde, je schneller desto besser", hieß es vonseiten des chinesischen Handelsministeriums. Für die Verhandlungen mit den USA werde es einen "klaren Kalender und eine klare Roadmap" geben. Nähere Angaben wurden zunächst nicht gemacht.

Trump und sein chinesischer Kollege Xi Jinping hatten beim G20-Gipfel in Buenos Aires vereinbart, die ursprünglich für Anfang Januar anstehende nächste Runde von neuen Zöllen auszusetzen und sich um eine Lösung des Handelsstreits zu bemühen. Die USA hatten China damit gedroht, Zölle auf chinesische Importgüter im Wert von weiteren 200 Milliarden Dollar auf 25 Prozent zu erhöhen. China erklärte sich bereit, auf Gegenmaßnahmen zunächst zu verzichten.

Handelsstreit - China reduziert Zölle auf US-Importautos US-Präsident Donald Trump hat getwittert, dass die chinesische Regierung die Einfuhrzölle auf amerikanische Autos abbauen will. Trump hatte sich mit Xi Jinping auf einen Kompromiss verständigt. © Foto: Kevin Lamarque/Reuters