Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland ist 2018 auf ein Rekordniveau gestiegen. Laut vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamts hatten im Jahresdurchschnitt rund 44,8 Millionen Menschen einen Arbeitsplatz in Deutschland. Es ist die höchste Zahl an Erwerbstätigen seit der Wiedervereinigung. Gründe für die Entwicklung seien eine gesteigerte Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung sowie die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte.

Insgesamt haben demnach zusätzlich 562.000 Personen Arbeit gefunden, das sind 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Jahr 2017 hatte die Zuwachsrate 1,4 Prozent betragen. Am stärksten wuchsen Dienstleistungsbereiche mit 1,2 Prozent. Den größten absoluten Anteil daran hatten die öffentlichen Dienstleister, Erziehung und Gesundheit, gefolgt von Handel, Verkehr und Gastgewerbe.

Weniger Selbstständige und Arbeitslose

Die Zahl der sogenannten marginal Beschäftigten, darunter geringfügig Beschäftigte, ist hingegen rückläufig. Auch die Zahl der Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger sank um 1,8 Prozent. Weniger Selbstständige hatte es nur im Jahr 2003 gegeben.

Die Erwerbslosenquote, also der Anteil der Erwerbslosen an der Zahl der verfügbaren Erwerbspersonen, sank gegenüber dem Vorjahr von 3,5 Prozent auf 3,2 Prozent. Derzeit haben in Deutschland 1,5 Millionen Menschen keine Arbeit. Die Zahl sank im Vergleich zum Vorjahr um 8,0 Prozent.