Der Autobauer Volkswagen will auf dem Weg in das Zeitalter der Elektromobilität künftig auch Ökostrom verkaufen. Dazu gründet der Konzern eine neue Tochtergesellschaft mit dem Namen Elli. VW-Fahrer, aber auch Unternehmen und Privatkundinnen und -kunden sollen ab Februar grünen, komplett CO2-freien Strom beziehen können, wie das Unternehmen mitteilte. Teil des Angebots sollen unter anderem verschiedene Tarife, Ladeboxen für die Garage und Ladesäulen etwa auf Supermarktparkplätzen sein.

Zusätzlich plant VW Abrechnungsservices und digitale Zusatzdienstleistungen für Privat- und Gewerbekunden. Davon verspreche sich VW insbesondere neue Chancen zur Bindung bestehender und Erschließung neuer Kundengruppen, sagte der bei der Marke VW zuständige Manager Thomas Ulbrich. Das Angebot soll endgültig stehen, wenn das erste Elektroauto der neuen I.D.-Familie von VW Anfang 2020 auf den Markt kommt. Für den Wagen, von dem erst der Projektname Neo bekannt ist, stellt VW derzeit in Zwickau seine Produktion um.

Derzeit spreche das Management von Elli bereits mit großen Filialketten über Kooperationen zum Aufbau von Ladepunkten auf Kundenparkplätzen, hieß es. In einem ersten Schritt sollen auch Mitarbeiterinnen- und Mitarbeiterparkplätze von Volkswagen verstärkt mit Ladestationen versorgt werden, bis 2020 soll ihre Zahl von 1.000 auf mehr als 5.000 ansteigen. Zudem sollen bis dahin alle 4.000 Händler und Servicepartner in der Europäischen Union mit mehreren Lademöglichkeiten ausgestattet werden. Elli hat seinen Hauptsitz in Berlin.

Der Konzern investiert massiv in die Elektromobilität. Spätestens 2025 soll die Marke VW weltweit mehr als eine Million E-Mobile im Jahr bauen, konzernweit sollen es dann bis zu drei Millionen sein.