Konjunktur - Bundesregierung senkt Wachstumsprognose für 2019 Die Arbeitslosenquote soll 2019 weiter zurückgehen, das Bruttoinlandsprodukt aber nur um circa 1,0 Prozent wachsen. Eine Ursache dafür sei der Brexit. © Foto: Kay Nietfeld/dpa

Die Bundesregierung rechnet in diesem Jahr nur noch mit einem Wirtschaftswachstum von 1,0 Prozent – dem geringsten Wert seit 2013. In ihrer Herbstprognose war die Regierung noch von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,8 Prozent ausgegangen. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) machte bei der Vorstellung des Jahreswirtschaftsberichts vor allem den zunehmenden "Gegenwind" aus dem außenwirtschaftlichen Umfeld für die schwächere Prognose verantwortlich.

Dazu gehörten der anstehende Brexit und die anhaltenden Handelskonflikte ebenso wie das internationale steuerpolitische Umfeld, sagte Altmaier. Im vergangenen Jahr war die deutsche Wirtschaft um 1,5 Prozent gewachsen. Das nun verlangsamte Wachstum müsse ein Ansporn sein, um den Fokus auf "Wachstumsimpulse und Zukunftstechnologien" zu lenken.

Der Arbeitsmarkt entwickelt sich nach den Prognosen des Ministeriums weiter positiv. Die Arbeitslosenquote werde in diesem Jahr voraussichtlich auf 4,9 Prozent sinken – nach 5,2 Prozent im vergangenen Jahr, hieß es. Die Zahl der Beschäftigten werde auf 45,2 Millionen steigen. In der Folge sollen demnach auch die privaten Einkommen zunehmen – Löhne und Gehälter dürften 2019 voraussichtlich um 4,8 Prozent wachsen.