Streik - Mitarbeiter von Geldtransportfirmen fordern mehr Lohn Die Gewerkschaft Verdi hat 12.000 Beschäftigte der Geld- und Wertbranche zum Streik aufgerufen. In Banken und im Einzelhandel könnte das Bargeld knapp werden. © Foto: Sean Gallup/Getty Images

Die Gewerkschaft ver.di ruft ab Mittwoch zum Streik bei Geldtransportfirmen auf. Der Bargeldverkehr in Deutschland werde dadurch "erheblich gestört", kündigte die Gewerkschaft an. Viele Banken und Einzelhändler bekämen nach den Feiertagen kein frisches Bargeld, Geldautomaten in ganz Deutschland würden nicht neu befüllt, viele seien nach den Feiertagen bereits leer. "Hunderte" Geldtransporte seien von dem Ausstand betroffen. 

Für die Branche laufen derzeit Tarifverhandlungen. In bisher fünf Runden konnte nach Gewerkschaftsangaben aber bisher kein Ergebnis erzielt werden. Bei den nächsten Gesprächen am Donnerstag und Freitag müsse die Arbeitgeberseite ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen, verlangte die Gewerkschaft. Andernfalls würden die Arbeitsniederlegungen ausgeweitet.

Ver.di fordert für die etwa 12.000 Beschäftigten der Geld- und Wertbranche eine Erhöhung des Stundenlohns um 1,50 Euro. Außerdem sollen die Gehälter im Osten denen im Westen angeglichen werden. Der Gewerkschaft zufolge verdienen Geldzähler und Geldtransportfahrer im Osten derzeit zwischen 1.800 bis 2.400 Euro brutto im Monat, im Westen sind es 2.200 bis 2.900 Euro.