Die Weltkonjunktur schwächt sich einer Umfrage zufolge zunehmend ab. Der Index des Münchner ifo-Instituts zum Weltwirtschaftsklima sank im ersten Quartal von minus 2,2 auf minus 13,1 Punkte. Damit ging der Indikator zum vierten Mal in Folge zurück, wie das Institut mitteilte. Für die vierteljährliche Umfrage befragte das Institut fast 1.300 Expertinnen und Experten aus 122 Ländern.

Die Befragten schätzen demnach sowohl die aktuelle wirtschaftliche Situation als auch die Aussichten deutlich pessimistischer ein. Sie erwarten ein schwächeres Wachstum des privaten Konsums, der Investitionen und des Welthandels. 

Das Wirtschaftsklima verschlechterte sich vor allem in den Industriestaaten. "Dabei stachen insbesondere die USA heraus mit einem Einbruch der Erwartungen und der Lagebeurteilung", teilte ifo-Präsident Clemens Fuest mit. Aber auch für die Europäische Union revidierten die Experten ihre Einschätzungen laut Fuest deutlich nach unten. Dagegen blieb die Stimmung in den Schwellen- und Entwicklungsländern weitgehend unverändert, nachdem sie in den zwei Quartalen zuvor jeweils stark gesunken war. Im Nahen Osten und in Nordafrika schwächte sie sich deutlich ab.