Die Gewerkschaft ver.di hat mit dem Billigflieger Ryanair erstmals einen Tarifvertrag für die rund 1.100 in Deutschland stationierten Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter abgeschlossen. Vereinbart wurden unter anderem ein um 600 Euro im Monat höheres Grundgehalt, weitere Entgeltsteigerungen um bis zu 250 Euro und Sozialplanregeln bei Versetzungen, wie die Gewerkschaft mitteilte.

Erstmals werde für die Beschäftigten deutsches Arbeits- und Sozialrecht angewendet, sagte ver.di-Vorstandsmitglied Christine Behle. Die Regelungen gelten auch für die Leiharbeitnehmer in der Kabine. Einen Konflikt gebe es noch bei der Bildung eines Betriebsrats.

Die irische Fluggesellschaft hatte sich 2017 unter dem Druck von Personalengpässen bereit erklärt, erstmals Tarifverträge abzuschließen. Die Auseinandersetzung darum wurde von mehreren Streiks und Flugausfällen im vergangenen Jahr begleitet, die viele Passagiere trafen und den Gewinn von Ryanair schmälerten.

Dem Vertrag war im November eine Einigung über Eckpunkte vorausgegangen, der die ver.di-Mitglieder mit großer Mehrheit zugestimmt hatten. Ryanair äußerte sich zunächst nicht.