Während des politischen Machtkampfs ist es in Venezuela zum längsten Stromausfall in der jüngeren Geschichte des Landes gekommen: Seit Donnerstag fehlt nahezu im gesamten Land die Elektrizität. Der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro macht die USA für die Notlage verantwortlich und spricht von einem Sabotageakt gegen das größte Wasserkraftwerk des Landes. Experten und die Opposition werfen dagegen der Regierung von Maduro vor, nicht genug in die Infrastruktur investiert zu haben und deshalb für den Stromausfall verantwortlich zu sein. Die Folgen sind schwerwiegend: Nach Angaben der Gesundheitsorganisation Codevida starben landesweit bereits 15 Patienten an schwerem Nierenleiden, weil sie aufgrund des Stromausfalls keine Dialyse bekommen konnten. Das ecuadorianische Außenministerium spricht von 79 Toten infolge des Stromausfalls.