Die Wirtschaftsforscher des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) rechnen für das laufende Jahr mit einem deutlich langsameren Wirtschaftswachstum als bisher angenommen. Die Ökonomen senkten ihre Prognose von 1,8 auf 1,0 Prozent. Für das kommende Jahr erwarten sie unverändert ein Wachstum von 1,8 Prozent.

Der Grund für die Korrektur seien der schwache Jahresauftakt der Industrie sowie politische Unsicherheiten, Handelskonflikte und die Unklarheit über den wirtschaftlichen Zustand Chinas. Zudem behinderten Kapazitätsengpässe offenbar die Produktion. So gebe es ungewöhnlich viele Unternehmen, die über Produktionsbehinderungen aufgrund von Fachkräftemangel und Knappheiten bei Material und Ausrüstungen klagten. Die Überschüsse der öffentlichen Haushalte dürften der Analyse zufolge deutlich sinken.

Zuvor hatte bereits die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ihre Prognose von 1,6 auf 0,7 Prozent gesenkt. Das Essener RWI – Leibniz-Institut korrigierte seine Prognose auf 0,9 Prozent. Die Bundesregierung erwartet für 2019 ein Wachstum von einem Prozent.