Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die überarbeiteten 100- und 200-Euro-Scheine mit neuen Sicherheitsmerkmalen in Umlauf gebracht. Damit beenden sie die Erneuerung der Eurobanknoten, die 2013 mit der Einführung neuer Fünfer begann.

Wie auch bei der Ausgabe der kleineren Scheine wird der Austausch gegen die neuen Hunderter und Zweihunderter schrittweise erfolgen. Die alten Scheine behalten unverändert ihre Gültigkeit. Die Hersteller von Geldautomaten und Kassentresoren können die neuen Banknoten schon seit neun Monaten testen; so soll eine reibungslose technische Umstellung gewährleistet werden.

Die Motive bleiben bei den runderneuerten Scheinen erhalten: Bauwerke und Grundfarben sind dieselben wie zuvor. Allerdings sind die Farben kräftiger als auf den alten Banknoten. Auch wurde das Format leicht geändert: Die neuen Hunderter und Zweihunderter haben jetzt die gleiche Höhe wie der 50-Euro-Schein, bleiben aber breiter. 

Die neuen Scheine haben rechts oben auf ihrer Vorderseite ein sogenanntes Satelliten-Hologramm. Beim Neigen der Banknote bewegen sich kleine Euro-Symbole um die Wertzahl. Die Smaragdzahl wird mit zusätzlichen Euro-Symbolen versehen. "Diese beiden Sicherheitsmerkmale machen Fälschungen der neuen 100- und 200-Euro-Banknoten noch schwieriger", sagte Bundesbankvorstand Johannes Beermann.

Nach Angaben der Deutschen Bundesbank entfielen im vergangenen Jahr sechs Prozent der Euro-Blüten in Deutschland auf den Hunderter und ein Prozent auf den Zweihunderter. Die mit Abstand am häufigsten gefälschte Banknote war der Fünfziger. Allerdings sank die Zahl der falschen 50-Euro-Scheine nach der Ausgabe der zweiten Version 2017. 

Der 500-Euro-Schein wird seit Ende April nicht mehr von den Notenbanken herausgegeben. Er bleibt aber gesetzliches Zahlungsmittel und ist unbegrenzt austauschbar. Mit seiner Abschaffung wollen die Währungshüter Terrorfinanzierung und Schwarzarbeit eindämmen. Ob diese Maßnahme tatsächlich wirkt, ist allerdings umstritten.