Die deutsche Wirtschaft hat im ersten Quartal um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zugelegt. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Im vierten Quartal 2018 hatte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stagniert, im dritten Quartal war es sogar leicht zurückgegangen.

Grund für den leichten Aufschwung sind der Statistikbehörde zufolge unter anderem Investitionen im Bau und ein Anstieg der privaten Konsumausgaben. Die Ausgaben des Staates seien hingegen zurückgegangen. Zudem sei die außenwirtschaftliche Entwicklung gemischt: Exporte und Importe nahmen gleichermaßen zu, teilte das Bundesamt mit.

"Das Wachstum im ersten Quartal dieses Jahres ist ein erster Lichtblick nach zwei Quartalen ohne Wachstum, vor allem dank einer guten Binnenwirtschaft", sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier der Nachrichtenagentur Reuters. Das sei aber noch kein Grund zur Entwarnung. Die internationalen Handelskonflikte seien schließlich ungelöst. "Wir müssen weiter alles daran setzen, dass wir schnell tragbare Lösungen finden, die freien Handel ermöglichen", so der CDU-Politiker.

Die Bundesregierung und zahlreiche Ökonomen hatten zuletzt ihre Konjunkturprognosen für das laufende Jahr gesenkt. Das Bundeswirtschaftsministerium rechnet in diesem Jahr nur noch mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,5 Prozent statt wie zunächst mit 1,0 Prozent. Hauptgrund ist die schwächere Weltwirtschaft.