US-Präsident Donald Trump hat im Handelskrieg mit China eine Erhöhung von Einfuhrzöllen von zehn auf 25 Prozent angekündigt. Sie soll bereits am kommenden Freitag in Kraft treten. Die Verhandlungen über ein Handelsabkommen kämen zu langsam voran, schrieb Trump zur Begründung auf Twitter. China versuche nachzuverhandeln – dies wolle er nicht zulassen.

In der vergangenen Woche hatte eine neue Verhandlungsrunde in Peking stattgefunden. Warenimporte im Wert von 325 Milliarden Dollar blieben zunächst frei von Sonderzöllen. Dies werde sich aber kurzfristig ändern, schrieb Donald Trump.

Trumps Wendung in den Verhandlungen kommt überraschend. Erst am vergangenen Freitag hatte er erklärt, die Handelsgespräche würden "ziemlich gut" laufen. Zudem hatte sein Stabschef erklärt, der Handelskonflikt werde in den kommenden zwei Wochen beigelegt. Die bilateralen Verhandlungen sollten diese Woche fortgesetzt werden. Geplant war, dass der stellvertretende chinesische Ministerpräsident Liu He dafür nach Washington reisen sollte.

Der US-Präsident hatte vor zehn Monaten die Einfuhren bestimmter Waren aus China im Volumen von 200 Milliarden Dollar mit Sonderzöllen in Höhe von zehn Prozent belegt. Eine mögliche Erhöhung auf 25 Prozent hatte er für den Januar signalisiert.

Im Dezember hatten sich beide Seiten darauf geeinigt, weitere Zollerhöhungen vorerst auszusetzen und beschlossen, Verhandlungen aufzunehmen. Für weitere Importe im Volumen von 50 Milliarden Dollar liegt der Satz jedoch bereits bei 25 Prozent.