Der Betrieb am Frankfurter Flughafen ist wegen einer Drohnensichtung zeitweise eingestellt worden. Aus Sicherheitsgründen seien keine Starts und Landungen möglich gewesen, sagte ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport. 

Nach Angaben eines Sprechers der Bundespolizei gab es am frühen Morgen mehrere Hinweise auf eine Drohne im Süden des Geländes. Da das Fluggerät dann aber nicht mehr gesichtet wurde, gab die Bundespolizei in Absprache mit der Flugsicherung den Betrieb um 8.15 Uhr wieder frei. Die Hintergründe der Störung seien noch unklar, sagte der Sprecher. Landes- und Bundespolizei arbeiteten an der Aufklärung. Unter anderem ein Hubschrauber sei im Einsatz. Bereits Ende März war der Flugbetrieb am Frankfurter Flughafen nach der Sichtung einer Drohne für eine halbe Stunde eingestellt worden.

Die Deutsche Flugsicherung hat für das Jahr 2018 insgesamt 158 Beeinträchtigungen des regulären Luftverkehrs durch Drohnen registriert, etwa 80 Prozent mehr als noch 2017. Im Großraum von Flughäfen sind demnach 125 der Fälle gemeldet worden. Die meisten Störungen gab es am Flughafen Frankfurt (31), gefolgt von Berlin-Tegel (17), München (14) und Hamburg (12). 2017 waren insgesamt 88 Fälle gemeldet worden.

In Deutschland sind Drohnenflüge über den Start- und Landebereich an Flughäfen verboten – genauso wie über Menschenmengen, Krankenhäusern, Gefängnissen, Behörden, Bundesstraßen oder Bahnanlagen. Wo erlaubt, müssen die Geräte während des Fluges grundsätzlich in Sichtweite bleiben und dürfen nicht höher fliegen als 100 Meter. Ausnahmen gelten für Modellflugplätze.