Die Holdinggesellschaft International Airlines Group (IAG) hat signalisiert, 200 Exemplare der 737 Max Boeing zu kaufen. Eine Absichtserklärung über die Lieferung sei auf der Pariser Luftfahrtmesse geschlossen worden, teilte Flugzeughersteller Boeing mit. Auch die IAG äußerte sich dazu. "Wir haben volles Vertrauen in Boeing und erwarten, dass das Flugzeug in den kommenden Monaten erfolgreich den Betrieb wieder aufnehmen wird", sagte IAG-Vorstandschef Willie Walsh. Boeing steht damit erstmals seit dem Absturz einer äthiopischen 737 Max wieder vor einem Deal zum Verkauf des Maschinentyps.

Die Abstürze der äthiopischen Boeing 737 Max im März und der indonesischen Maschine gleichen Typs wenige Monate zuvor führten zu einem weltweiten Flugverbot für die 737-Serie. Bei den Abstürzen starben 346 Menschen.

Als Auslöser wird ein Problem beim Stabilisierungssystem MCAS vermutet. Boeing hat nach eigenen Angaben ein Softwareupdate für den Flugzeugtyp abgeschlossen. Es gibt aber noch keinen Zeitplan für die Wiederzulassung der Maschine.

Für Boeing bedeutet der mit IAG geschlossene Vorvertrag einen Ausdruck des Vertrauens in das Unternehmen. Denn der Mutterkonzern von British Airways und anderer Fluggesellschaften setzt mit der Kaufabsicht darauf, dass die 737-Max-Jets bald wieder fliegen. Die Vereinbarung muss aber noch in einen endgültigen Vertrag überführt werden.

Die von IAG vorbestellten 737 Max 8 und 737 Max 10 haben einen Preis von umgerechnet etwa 21,5 Milliarden Euro. Die Auslieferung der Flugzeuge solle zwischen 2023 und 2027 erfolgen.