Immer mehr Menschen zahlen freiwillig zusätzliche Beiträge an die gesetzliche Rentenversicherung, um im Alter eine höhere Rente zu bekommen oder ohne Abschläge vorzeitig in Rente gehen zu können. Das berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf Zahlen der Deutschen Rentenversicherung Bund.

Danach hat sich die Summe der Zahlungen innerhalb von drei Jahren mehr als verachtfacht. Flossen im Jahr 2015 noch 24 Millionen Euro freiwillige Beitragszahlungen in die Kassen der Rentenversicherung Bund, waren es dem Bericht zufolge 2018 bereits 207 Millionen Euro. Bei allen deutschen Rentenversicherungsträgern zusammen wuchs die Summe der Beiträge demnach von 31 Millionen Euro im Jahr 2015 auf 290 Millionen Euro im Jahr 2018.

Grund für den Anstieg ist vor allem eine Gesetzesänderung: Seit Juli 2017 können Versicherte bereits ab dem 50. Lebensjahr solche freiwilligen Zahlungen leisten und nicht erst – wie zuvor – ab dem 55. Lebensjahr.

Die Vorstandsvorsitzende der Rentenversicherung Bund, Dagmar König, begrüßte die Entwicklung: "Der Anstieg der freiwillig gezahlten Beiträge wirkt sich nicht nur positiv auf die Finanzen der Rentenversicherung aus, es ist auch ein Zeichen für das hohe Vertrauen der Beitragszahler in die Sicherheit und Rentabilität der gesetzlichen Rente", sagte König.