Ein Windenergiegipfel im Wirtschaftsministerium hat zunächst keine konkreten Ergebnisse gebracht. In den kommenden Wochen solle es weitere Stellungnahmen und Diskussionen geben, um zu zeigen, "welche Punkte wir angehen und verändern müssen", sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) nach dem Treffen in Berlin. Er beklagte den Einbruch beim Bau neuer Windenergieanlagen in diesem Jahr.

Im Wirtschaftsministerium waren Vertreter der Bundesländer, von Verbänden und Akteure aus der Windenergiebranche zusammengekommen, um zu diskutieren, wie die Rahmenbedingungen für die Windenergiebranche wieder verbessert werden können. Zuletzt hatte der Ausbau des Energieträgers an Land deutlich abgenommen. Im ersten Halbjahr 2019 etwa sind 82 Prozent weniger Windenergieanlagen gebaut worden als im Vorjahr.

Der Windenergiebranche gehe es schlecht, Beschäftigungsverluste in Höhe von 30.000 Arbeitsplätzen sprächen eine deutliche Sprache, sagte Verbandspräsident Hermann Albers bei dem Gipfel im Wirtschaftsministerium, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Es gehe nicht ums Geld, sondern darum, Genehmigungshemmnisse abzubauen. Die Dauer der Verfahren sei von durchschnittlich 300 Tagen im Jahr 2015 auf durchschnittlich 800 Tage im Jahr 2018 gestiegen. Klimaziele seien in Gefahr.

Die Windenergie an Land ist ein zentraler Bestandteil der Energiewende. Bis 2030 soll der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung auf 65 Prozent steigen.