Die Zahl der Bezieher von Asylbewerberleistungen ist zum dritten Mal in Folge gesunken. Zum Jahresende 2018 erhielten rund 411.000 Menschen Geld nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Zahl der Empfänger sank im Vergleich zum Vorjahr um zwölf Prozent. 2017 hatten noch 469.000 Personen Asylbewerberleistungen bekommen.

Leistungsbezieher sind Asylbewerber, deren Verfahren noch nicht abgeschlossen sind, die subsidiären Schutz erhalten oder die geduldet sind. Ausländerinnen und Ausländer, die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) als Flüchtlinge oder Asylberechtigte anerkannt sind, sind nicht leistungsberechtigt und damit auch nicht in dieser Statistik erfasst.

64 Prozent der Leistungsempfänger waren männlich, 36 Prozent weiblich und etwas mehr als ein Drittel der Berechtigten war minderjährig, wie das Bundesamt weiter mitteilte. Mit 53 Prozent kamen die meisten Menschen aus Asien (220.000), darunter unter anderem 63.000 aus Afghanistan und 23.000 aus Syrien. Die Leistungsempfänger aus Afrika machten laut der Statistikbehörde 23 Prozent (96.000) aus. Aus Europa kamen 20 Prozent (83.000) der vom Staat unterstützten Asylbewerber.

Die staatlichen Bruttoausgaben betrugen im Jahr 2018 knapp 4,9 Milliarden Euro, hieß es weiter. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Ausgaben um 17 Prozent.

Nach dem Höchststand im Jahr 2015 hat sich die Zahl der Leistungsempfänger inzwischen mehr als halbiert. Vor mehr als vier Jahren, als besonders viele Migranten nach Deutschland kamen, hatten noch 975.000 Menschen Geld erhalten.