Die deutsche Exportwirtschaft ist im Herbst wieder deutlich angestiegen. Im September wurden Waren im Wert von 114,2 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das ist ein Wachstum von 4,6 Prozent im Vergleich zum September 2018. Auch gegenüber August legte der Außenhandel überraschend um 1,5 Prozent zu. Ökonominnen und Ökonomen hatten ein geringes Wachstum erwartet. Damit zeigt sich die deutsche Exportwirtschaft angesichts der Konflikte auf dem Weltmarkt weiterhin stabil – trotz Brexit oder dem Handelsstreit zwischen USA und China.

Auch die Importe legten im September deutlich zu. Demnach nahmen die Einfuhren im Vorjahresvergleich um 2,3 Prozent auf 93 Milliarden Euro zu. Grund für das positive Wachstum sind vor allem steigende Handelsbeziehungen innerhalb der Europäischen Union. So nahm der deutsche Export in andere EU-Staaten überdurchschnittlich um 5,6 Prozent zu. Hingegen wuchsen die Ausfuhren außerhalb der EU – unter anderem in die USA und nach China – nur um 3,2 Prozent. 

Die Außenhandelsbilanz schloss im September kalender- und saisonbereinigt mit einem Überschuss von 19,2 Milliarden Euro, wie das Statistikamt weiter mitteilte. Im August war der deutsche Außenhandel stagniert. Expertinnen und Experten führten dies auf die derzeitigen Schwächen in der Weltwirtschaft und dem Welthandel zurück.

Insgesamt rechnet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) mit einem Wirtschaftswachstum von 0,3 Prozent für das Jahr 2019. Für 2020 prognostizieren die Expertinnen und Experten des DIHK sogar einen Abschwung der deutschen Exporte um 0,5 Prozent.