Der Bundesrat hat ein Gesetz gebilligt, das eine Besserstellung von Paketboten ermöglichen soll. Mit dem Gesetz wird die sogenannte Nachunternehmerhaftung auf die Paketbranche ausgeweitet. Sie gilt bereits in der Fleischwirtschaft und auf dem Bau. 

Das Gesetz soll dazu führen, dass Paketboten sozial abgesichert werden, wenn dies noch nicht der Fall ist. Von den neuen Regeln sollen die Beschäftigten im besten Fall bereits im Weihnachtsgeschäft profitieren.

Hintergrund der Neuregelung ist der boomende Onlinehandel, wodurch die Paketdienste immer mehr Aufträge an Subunternehmer abgeben, die wegen schlechter Bezahlung ebenso in der Kritik stehen wie wegen Verstößen gegen das Arbeitsrecht – etwa, weil sie keine Sozialabgaben abführen. Mit der Nachunternehmerhaftung soll sichergestellt werden, dass derjenige, der einen Auftrag annimmt und an einen Nachunternehmer weitervergibt, für die abzuführenden Sozialversicherungsbeiträge haftet.

Das Gesetz von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hatte der Bundestag Ende Oktober beschlossen. Die Gewerkschaften befürworten die Regelung, Kritik kommt von den Arbeitgebern.