Im Tarifkonflikt bei Galeria Karstadt Kaufhof droht die Gewerkschaft ver.di mit einer Ausweitung ihrer Streiks. Die Tarifverhandlungen für Kaufhof, Karstadt Warenhaus, Karstadt Sports sowie Karstadt Feinkost seien am Wochenende ergebnislos unterbrochen worden, teilte die Gewerkschaft ver.di mit. Die Arbeitgeberseite habe bereits gemachte Zusagen wieder infrage gestellt. Ver.di-Verhandlungsleiter Orhan Akman rief Karstadt dazu auf, das Taktieren zu beenden, sonst werde es "Arbeitskampfmaßnahmen in deutlich größerem Umfang" geben.   

Ein Sprecher von Galeria Karstadt Kaufhof wies die Darstellung der Gewerkschaft zurück. Die Arbeitgeberseite halte sich an bereits vereinbarte Positionen. Nur eine "einvernehmliche Ausformulierung der Tariflösung" sei nach dem "Verhandlungsmarathon" nicht mehr möglich gewesen. Die Tarifverhandlungen sollen am Mittwoch und Donnerstag fortgesetzt werden. "Das ist die letzte Chance", sagte Gewerkschafter Akman.

Bereits vergangene Woche hatte ver.di versucht, mit Streiks den Druck auf Galeria Karstadt Kaufhof zu erhöhen. Beide Seiten verhandeln schon seit Längerem über einen gemeinsamen Sanierungstarifvertrag. Dieser soll für alle 28.000 Beschäftigten der Warenhauskette gelten, die vor einem Jahr aus der Fusion von Karstadt und Galeria Kaufhof entstanden ist. Laut ver.di müssten die Kaufhof-Beschäftigten ohne neuen Tarifvertrag eine rund elfprozentige Entgeltabsenkung hinnehmen.