Die Gewinne der deutschen Bauern sind deutlich zurückgegangen. Im Ende Juni abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2018/19 sank das Ergebnis der Betriebe im Schnitt um 18 Prozent auf 54.900 Euro, wie der Bauernverband mitteilte. Mit verantwortlich für das schlechte Ergebnis waren Ernteschäden wegen der extremen Dürre 2018.

Bauernpräsident Joachim Rukwied sprach von einer "deutlich verschlechterten wirtschaftlichen Lage" der Landwirtschaft. Auch ein höherer Kostendruck und niedrigere Erzeugerpreise belasteten die Ergebnisse. Viele Betriebe hielten sich mit Investitionen zurück. "Nur 30 Prozent der Betriebe planen, in den nächsten Monaten zu investieren", sagte Rukwied.

Besonders groß waren die Einbußen dem Verband zufolge bei Milchvieh- und Rindermastbetrieben. Ackerbaubetriebe hätten sich dagegen nach dem niedrigen Vorjahreswert erholt, aber bei großen regionalen Unterschieden. Ausgewertet wurden insgesamt 11.500 Buchführungsabschlüsse von Betrieben.

Für das laufende Wirtschaftsjahr 2019/20 sei außer bei Schweinehaltern nicht mit einer wesentlichen Verbesserung der Unternehmensergebnisse zu rechnen, hieß es vom Bauernverband. Die sich zuletzt im Nachbarland Polen ausbreitende Afrikanische Schweinepest berge aber erhebliche Unsicherheiten.