Die Weihnachtszeit ist stressig? Ja, unter anderem für jene, die sich um die Päckchen kümmern. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 3,5 Milliarden Päckchen versendet. Das entspricht 12 Millionen Päckchen am Tag. 2019 werden es vermutlich 3,7 Milliarden sein.

Kurz vor Weihnachten nimmt die Zahl bestellter Sendungen noch mal um bis zu fünfzig Prozent zu, weswegen einige Paketdienste zusätzliche Arbeitskräfte einstellen. Dennoch bedeutet das Jahresende für die Lieferanten eine noch engere Taktung als sonst. "Abends spüre ich die Anstrengung. Es zieht in der Schulter, das Knie tut weh, die Füße brennen", schildert ein Paketzusteller seinen Berufsalltag während der Weihnachtszeit 2018.

Ein Markt für Subunternehmer

In Deutschland sind fünf Unternehmen für den KEP-Sektor, also für Kurier-, Express- und Paketdienste zuständig. DHL, DPD, UPS, GLS und Hermes haben dabei unterschiedliche Vorgehensweisen. Während DHL und UPS überwiegend mit fest angestellten, eigenen Zustellerinnen und Zustellern arbeiten, die nach Tarif bezahlt werden und sozialversichert sind, beschäftigen die drei weiteren Dienste Subunternehmen.

Seit den Neunzigerjahren wurde der KEP-Sektor schrittweise liberalisiert, das Monopol der Deutschen Post aufgehoben. So ist ein Markt entstanden, "der nicht für Wettbewerb gemacht ist", wie der Sozialwissenschaftler Engartner bemängelt. "Austragen können die Anbieter den Konkurrenzkampf letztlich nur über niedrige Löhne, prekäre Beschäftigung und immensen Druck auf die Belegschaft."

Was strapaziert Ihre Nerven?

Vor diesem Hintergrund möchten wir uns an Paketzustellerinnen und Paketzusteller wenden: Wie geht es Ihnen in der Weihnachtszeit? Wie sieht Ihr Berufsalltag aus? Was strapaziert Ihre Nerven? Gibt es auch Erlebnisse in Ihrer Arbeitszeit, die Sie nicht missen möchten? Was fordern Sie von der Politik? Erzählen Sie es uns!

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