In Deutschland sind im vergangenen Jahr so viele Menschen einer Erwerbstätigkeit nachgegangen wie noch nie seit der Wiedervereinigung. 45,3 Millionen Menschen waren entweder selbstständig oder gingen einem Job nach, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das waren 402.000 Personen oder 0,9 Prozent mehr als 2018. Damit fiel das Wachstum in Vergleich zum Vorjahr aber geringer aus, als die Rate noch 1,4 Prozent zugelegt hatte.

Eine gesteigerte Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung sowie die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte hätten die Effekte des demografischen Wandels überwogen, teilte die Statistikbehörde mit.

Während die Zahl der in Deutschland tätigen Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt 2019 um 475.000 auf 41,1 Millionen wuchs, ging die Zahl der Selbstständigen und ihrer mithelfenden Familienangehörigen weiter zurück – um 1,7 Prozent auf 4,15 Millionen. Weniger Selbstständige hatte es zuletzt im Jahr 2003 gegeben, wie das Bundesamt mitteilte.

Die meisten neuen Arbeitsplätze entstanden im vergangenen Jahr laut Statistik in den Dienstleistungsbereichen wie Erziehung und Gesundheit. Darauf folgten Handel, Verkehr und Gastgewerbe sowie Information und Kommunikation. Auch in der Industrie und im Baugewerbe gab es mehr Jobs als 2018. In der Land- und Forstwirtschaft ging die Zahl der Erwerbstätigen hingegen weiter zurück.