China hält weiter am Flugverbot für die Boeing 737 Max fest – trotz der Aufhebung in den USA. Es gebe keinen Zeitplan für eine Wiederaufnahme der Flüge, teilte der Fernsehsender CCTV unter Berufung auf die Aufsichtsbehörde CAAC mit. Das Flugverbot für die Maschine gilt seit März 2019 – und zwar weltweit. Es war nach Abstürzen von zwei Maschinen dieses Typs in Indonesien und Äthiopien mit insgesamt 346 Toten verhängt worden. Im Oktober 2018 starben vor der indonesischen Küste 189 Menschen, im März 2019 stürzte in der Nähe der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba eine Maschine mit 157 Menschen an Bord ab.
Die US-Luftfahrtaufsicht FAA hatte ihr Verbot am Mittwoch aufgehoben. Die Experten hatten allerdings zur Auflage gemacht, dass vor dem Start der Maschinen jede Fluggesellschaft ihr Trainingsprogramm für Piloten der 737 Max überarbeiten muss. Ermittler gehen davon aus, dass die Abstürze durch ein Problem in einem Stabilisierungssystem verursacht wurden, das bei einem drohenden Strömungsabriss die Flugzeugnase nach unten drückt.
Außerdem wurden weitere technische Probleme entdeckt, darunter in der elektrischen Verkabelung. Boeing hat inzwischen technische Veränderungen vorgenommen – unter anderem wurde die Software des Stabilisierungssystems überarbeitet.
Bevor die Maschine wieder fliegen dürfe, müsse die Untersuchung der beiden Unfälle abgeschlossen werden, erklärte die chinesische Aufsichtsbehörde CAAC. Wie die FAA fordert die CAAC zudem eine "komplette" Schulung der Piloten der 737 Max.