Als "wildeste Woche am Ölmarkt" beschreibt das Branchenportal Oilprice.com die jüngsten Ereignisse an den Terminbörsen. Selbst Händler, die den Rohstoff seit Jahrzehnten handeln, haben so ein
extremes Auf und Ab, manchmal innerhalb von Stunden, wie in den vergangenen Tagen noch nicht erlebt.
Gemeint sind die historischen Preisaufschläge, ausgelöst durch den Einfall der russischen Armee in der Ukraine.
Noch Anfang März kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent um die 110 US-Dollar. Nachdem am Dienstag die USA und Großbritannien ein Importverbot für russisches Öl aussprachen, reichten Tweets und Halbsätze, um den Markt wie ein Jo-Jo auf und ab schnellen zu lassen. Gleich nach der Nachricht erreichte der Preis im Handel kurzfristig 133 US-Dollar pro Barrel. Analysten unkten, 150 US-Dollar pro Barrel seien nun unausweichlich, das wäre ein neuer Rekord.