Die Bilder dieses Krieges zeigen das Entsetzliche, das Panzer, Raketen und Gewehre in der Ukraine anrichten. Sie zeigen Tote, Geflüchtete, zerbombte Städte. Doch es gibt eine unsichtbare und geräuschlose Waffe in diesem Konflikt, die derzeit ihre vernichtende Wirkung beim Aggressor entfaltet: Es sind die Finanzmarktsanktionen der USA und ihrer Verbündeten.
Für
die Öffentlichkeit sind sie nicht nur schwer zu greifen, Sanktionen haben in
den vergangenen Jahren auch an Drohpotenzial eingebüßt. Der Iran etwa ist mehr
oder weniger seit der Revolution 1979 mit Transaktions- und Handelsverboten der
USA belegt. Das Regime in Teheran hat sie nicht nur überlebt, sondern rüstet
atomar auf. Und Wladimir Putins Russland sollte nach der Annexion der Krim vor
acht Jahren mit Sanktionen bestraft und von weiterer Aggression abgehalten
werden. Eine Strategie, die spektakulär fehlgeschlagen ist.