Die meisten Deutschen sind einer Umfrage zufolge gegen die Abschaltung der drei letzten Atomkraftwerke in Deutschland. Zum jetzigen Zeitpunkt sind laut dem Trendbarometer von RTL und ntv zwei Drittel gegen den Atomausstieg. 43 Prozent der Befragten sprachen sich in der Befragung dafür aus, dass die Atomkraftwerke noch länger für die Stromerzeugung genutzt werden sollten. 25 Prozent forderten darüber hinaus, bereits stillgelegte Atomkraftwerke wieder hochzufahren.
Nur 28 Prozent der Bürgerinnen und Bürger finden die Abschaltung der Kernkraftwerke Isar 2, Neckarwestheim und Emsland am Samstag richtig, wie die Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa ergab. Allein die Anhänger der Grünen befürworten mehrheitlich (65 Prozent) eine endgültige Abschaltung.
Über die Hälfte der Befragten (51 Prozent) glaubt nicht daran, dass die Stromversorgung in Deutschland auch ohne Atomstrom dauerhaft gesichert werden kann. An eine sichere Stromversorgung ohne Nutzung der Kernenergie glauben mehrheitlich lediglich die Anhänger der Grünen (81 Prozent) und der SPD (59 Prozent).
Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat im Auftrag von RTL im April 1.001 Bürgerinnen und Bürger ab 18 Jahren befragt.
Unionsfraktion gegen Atomausstieg
Kritik am Atomausstieg kommt auch vonseiten der CDU/CSU. Der Vizevorsitzende der Unionsbundestagsfraktion Jens Spahn forderte eine Laufzeitverlängerung der letzten drei Atomkraftwerke bis mindestens Ende 2024. "Kohlekraftwerke sollten vom Netz, Kernkraftwerke sollten laufen – denn die sind sicher und klimaneutral." Auch die Industrie- und Handelskammer (DIHK) sieht die Abschaltung kritisch. Sie warnt vor Versorgungsengpässen und steigenden Energiepreisen.
Das Umweltbundesamt verwies hingegen darauf, dass Atomstrom nicht CO₂-neutral sei. Beispielsweise entstünden bei der Errichtung der Kraftwerke und dem Transport des radioaktiven Materials CO₂-Emissionen.
Für Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) ist der Ausstieg trotz aller Widerstände unumkehrbar. Laut ihm ist die Energieversorgung dank gefüllter Gasspeicher, neuer Flüssiggasterminals und erneuerbaren Energien gesichert. Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Grüne) sagte, die Strompreise in Deutschland sänken auch mit Atomausstieg perspektivisch.
Die meisten Deutschen sind einer Umfrage zufolge gegen die Abschaltung der drei letzten Atomkraftwerke in Deutschland. Zum jetzigen Zeitpunkt sind laut dem Trendbarometer von RTL und ntv zwei Drittel gegen den Atomausstieg. 43 Prozent der Befragten sprachen sich in der Befragung dafür aus, dass die Atomkraftwerke noch länger für die Stromerzeugung genutzt werden sollten. 25 Prozent forderten darüber hinaus, bereits stillgelegte Atomkraftwerke wieder hochzufahren.
Nur 28 Prozent der Bürgerinnen und Bürger finden die Abschaltung der Kernkraftwerke Isar 2, Neckarwestheim und Emsland am Samstag richtig, wie die Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa ergab. Allein die Anhänger der Grünen befürworten mehrheitlich (65 Prozent) eine endgültige Abschaltung.