Die Start-ups Pinterest und Zoom stehen für zwei der größten Börsengänge in diesem Jahr. Die Aktien der beiden Unternehmen stießen bei den Anlegern auf großes Interesse. Die Papiere der Plattform Pinterest kamen zum Ausgabepreis von 19 Dollar an die Börse und wurden mit 23,75 Dollar gehandelt: ein Plus von 25 Prozent. Der Kursanstieg ließ den Börsenwert zeitweise auf mehr als 12 Milliarden Dollar steigen. Die Fotoplattform sammelte beim Börsengang mit der Ausgabe von 75 Millionen Aktien 1,43 Milliarden Dollar (1,27 Milliarden Euro) bei Investoren ein.

Pinterest wurde 2010 gegründet und schreibt noch rote Zahlen, doch die Plattform wächst stark: 2018 stieg der Umsatz um 60 Prozent auf mehr als 750 Millionen Dollar. Ende des Jahres brachte es die Plattform auf 265 Millionen aktive Nutzer und konnte ihren Verlust von 130 Millionen auf 63 Millionen Dollar verringern.

Pinterest versteht sich als soziales Netzwerk sowie als visuelle Suchmaschine. Nutzer können Fotos, genannt Pins, von etwa Torten, Reisezielen, Kleidung oder Inneneinrichtung auf virtuellen Pinnwänden merken – oder nach optischer Inspiration suchen. Zum Ende des vergangenen Jahres wurden laut Pinterest 175 Milliarden Pins auf vier Milliarden virtuellen Pinnwände gespeichert. Geld nimmt Pinterest vor allem durch Werbung ein – bezahlte Pins, die den Nutzern angezeigt werden.

Die Aktien des Videodienstes Zoom, das sich auf Videokonferenzen spezialisiert, wurden noch stärker nachgefragt als die von Pinterest. Der erste Kurs von Zoom an der Techbörse Nasdaq lag bei 65 Dollar und damit mehr als 80 Prozent über dem Ausgabepreis. Damit stieg der Börsenwert des Start-ups zwischenzeitlich auf rund 16,7 Milliarden Dollar. Zoom hatte zuvor mit dem Verkauf von 20,9 Millionen Aktien 751 Millionen Dollar (668 Millionen Euro) erlöst. Im Gegensatz zu Pinterest machte Zoom 2018 einen kleinen Gewinn von etwa 7,6 Millionen Dollar.

Der größte Börsengang des Jahres steht allerdings noch aus: Die Taxi-App Uber peilt eine Gesamtbewertung von rund 100 Milliarden Dollar an. Auch die App für Bürokommunikation Slack und die Urlaubsunterkunft-Plattform Airbnb wollen 2019 an die Börse.