Die US-Börsen haben am Mittwoch im Minus geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 3,05 Prozent tiefer bei 25.479 Punkten. Das Ereignis hat auch Auswirkungen auf die asiatischen Börsen, wo ebenfalls fallende Kurse verzeichnet wurden: Für den Nikkei in Tokio und andere wichtige Börsenindizes in der Region ging es abwärts. Grund dafür sind Anzeichen für eine weltweite Rezession. Genährt wurde die Furcht davor von schwachen Konjunkturdaten unter anderem aus China und Deutschland und der Entwicklung am US-Anleihemarkt.

Dort stieg die Rendite der zweijährigen Bonds erstmals seit 2007 und damit den Zeiten der Finanzkrise über diejenige der zehnjährigen Treasuries. Es entstand damit eine sogenannte inverse Zinskurve, die an den Finanzmärkten als Vorzeichen einer Rezession gilt. Normalerweise rentieren nämlich länger laufende Anleihen höher als kürzer laufende Bonds. Hintergrund für diese Entwicklung ist der nach wie vor der ungelöste Zollstreit zwischen den USA und China, der seit Monaten für Verunsicherung an den Börsen sorgt und die Wirtschaft beeinflusst.

Verstärkt wurde die Skepsis der Investoren zudem dadurch, dass im frühen asiatischen Handel die Rendite des 30 Jahre laufenden US-Bonds unter zwei Prozent fiel und damit zum allerersten Mal unter den offiziellen Leitzins der US-Notenbank.  

Ökonomen und Marktexperten warnten dennoch vor übereilten Verkäufen. "Die Umkehrung der Renditekurve ist sicherlich ein klares Warnsignal und die Anleger sollten die Widerstandskraft ihrer Depots überprüfen – aber es ist kein Grund für eine Panik oder übereilte Verkäufe", sagte Kerry Craig von JP Morgan Asset Management.