Mit Verbreitung der Informationstechnologie bildet sich eine Ökonomie heraus, die sich mehr auf die Produktion von Ideen gründet als auf die Herstellung von Objekten zu möglichst geringen Preisen. Ein weiteres Kennzeichen dieser Ökonomie ist die allmähliche Abkehr von der heute noch vorherrschenden funktionalen hin zu einer prozessorientierten Organisationsform. Dabei erkennen immer mehr Manager, dass sich mithilfe der Informationstechnologie betriebliche Prozesse vollkommen neu strukturieren lassen, wenn man den Computer nicht mehr nur als eine programmierbare Maschine betrachtet, sondern als ein Medium, mit dessen Hilfe Menschen zusammen arbeiten, also im Idealfall zumindest. Die Wirklichkeit sieht anders aus.Wie bei jeder substantiellen Leistung von Organisationen empfiehlt es sich auch bei Wissensmanagement, in zusammenhängenden Prozessen zu denken. Probleme bereitet dabei die Maschine Mensch, denn neuste Studien haben eindeutig gezeigt: Sie ist keine. Bei all den Erfolgsaussichten für modernes Firmenmanagement, sitzt da ein nicht programmierbarer Mensch. Ja, ginge es nach den Firmenchefs, bestünde die Unternehmenswelt nur noch aus kollektiv glücklichen Team-Geistern, die ihre Weisheiten einen kollektiven Wissenspool einspeisen und dabei vom feeling her ein gutes Gefühl haben – haben sie aber nicht. Zu groß ist die Angst, im Unternehmen nicht mehr gebraucht zu werden und in der Unternehmens-Wertschöpfungskette erst geschröpft und dann wieder ausgeschieden zu werden. Da ist man lieber ein kleiner König und Herrscher über seine dezentralisierte Arbeitswelt. Vorbei die Zeiten, in denen es sokratisch hieß: Ich weiß, dass ich nichts weiß. Die teuerste Ressource ist die des Wissens.Wer doch abgibt, muss dies freiwillig tun, überzeugt durch Argumente: Fertig-Software, die das wertvolle Wissen des Einzelnen standardmäßig auswertet und dann klein macht, hilft nicht. Gebraucht werden Knowledgemanagement-Systeme, die maßgeschneidert sind für die Branche, für das Unternehmen und für den Mitarbeiter. Noch ein gutes Argument: Kollektives Wissen, das mehr als die Summe des Wissens einer Anzahl von Individuen darstellt, ist von besonderer Bedeutung für das langfristige Überleben eines Unternehmens. Wem es gelingt, die wirtschaftlich relevanten Unterschiede im Informations- und Wissensstand zu nutzen, der hat einen echten Wettbewerbsvorteil gegenüber seinen Mitbewerbern und nur erfolgreiche Unternehmen bieten sichere Arbeitsplätze. Je größer ein Unternehmen, desto wichtiger wird das Wissensmanagement, denn während in kleineren Unternehmen meist ein enger Kontakt unter den Kollegen besteht und damit ein reger Informationsaustausch gefördert wird, findet im Großkonzern kaum bereichsübergreifender Wissensaustausch statt. Lauter kleine Königreiche, in denen der eine nicht weiß, was der andere macht. Wissen ist künftig wichtiges Kapital und eine wertvolle Vermögensposition beim Firmenkauf, es bestimmt den Geldwert für Lizenzen und Akquisition. Es bestimmt den Unternehmenswert.Neben den finanziellen und Effizienzvorteilen kann sich Wissensmanagement auch in direkten Kundennutzen niederschlagen. Verteilte dezentralisierte Wissensbestände erlauben eine Nutzung des Wissens an zahlreichen Stellen des Unternehmens. Anfragen des Kunden können beispielsweise schneller und leichter bearbeitet werden. Für die Kunden bedeutet dies eine bessere Betreuung, da sich durch die Verteilung von Know-How die Auskunftskompetenz und der work-flow erhöht. Lauter gute Argumente für lauter erfolgreiche Unternehmen.www.clicktivities.net